Sozialökonomie – ein wichtiges Element auch bei anderen.
Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung
Sozialökonomie ist überall dort ein wichtiges Element in der Gesellschaft, wo gesellschaftliche Interessen und Wirtschaft gleichberechtigt gegenüberstehen. Dies ist vor allem der Fall im Bildungsbereich, wo an Schulen etwa die Wirtschaftskunde als Teil der Allgemeinbildung und nicht als Ausbildung allein zum Unternehmer vermittelt wird. Hier treffen die Interessen von Arbeitnehmern und Verbrauchern auf die Interessen der Wirtschaft und die Lehrer haben kraft des Bildungsauftrages des Staates die Pflicht, Wirtschaft aus der Perspektive des Gemeinwohls zu vermitteln.
Die Professoren an deutschen Fakultäten, die die Lehrer für den Bereich der ökonomischen Bildung ausbilden, sind in der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung (DGöB) zusammengeschlossen.
In ihrer Satzung bekennen sie sich zur Sozialökonomie – Dort heißt es:
§ 2
Zweck und Ziel
Die Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung (DeGöB) verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.
Ziele der Deutschen Gesellschaft für ökonomische Bildung sind:
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Förderung der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Entwicklung sozialökonomischer Bildung.
Mitglieder sind sowohl Volks- und Betriebswirte als auch Soziologen. Die verschiedenen Richtungen schaffen es seit Jahren, der Sozialökonomie einen gesicherten Stand in diesem Bereich zu bieten. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde sogar ein Antrag auf Umbenennung in Deutsche Gesellschaft für sozialökonomische Bildung eingebracht allerdings vertagt. In der Begründung heißt es, dass die Akzeptanz der Wirtschaftsbildung in Schulen damit steigen würde, dass sich die Wirtschaftslehrer zur sozialen Verantwortung der Wirtschaft bekennen. Damit würden die zur Zeit noch spürbaren Widerstände gegen ein Schulfach Wirtschaftskunde geringer sein können.
Die Ausbildung in Hamburg bietet damit auch für die Zukunft der Lehrer, die ja in ein fachwissenschaftliches Bachelor Studium und ein pädagogisches Masterstudium übergeleitet wird, eine gute Grundlage gerade für das Fach Wirtschaft und Gesellschaft an allgemeinbildenden Schulen.
Universität Hohenheim
Die Universität Hohenheim hat aus ihrem Studiengang Haushaltsökonomie, wie er auch in Bonn besteht, den Studiengang Sozialökonomie weiterentwickelt. Man darf dabei davon ausgehen, dass Prof. Gerhard Scherhorn, der an der ehemaligen Hochschule für Wirtschaft und Politik lehrte und von dort den Verbraucherschutz (seine Schrift “Gesucht: der mündige Verbraucher” gehört zu den Pionierschriften in Deutschland) voran trieb, bevor er an die Universität Hohenheim wechselte, an dieser Entwicklung nicht unschuldig war.
Wir dokumentieren die Werbung für diesen auf Verbraucherschutz orientierten Studiengang nach der Werbung auf der Website:
Junge Disziplin
Sozialökonomie zählt noch nicht lange zu den Wissenschaftsgebieten, die an deutschen Universitäten vertreten werden. Entsprechend unterschiedlich stellen sich die Schwerpunkte in den Studiengängen dar, die diesen Namen tragen. An der Universität Hohenheim hat sich der Studiengang Sozialökonomie aus dem Studiengang Haushaltsökonomie heraus entwickelt. Vergleichbare Studiengänge sind in der Bundesrepublik Deutschland in den 60er Jahren gegründet worden.
Tätigkeitsfelder
Die beruflichen Einsatzmöglichkeiten der Absolventen sind zum einen das Management sozialer Einrichtungen. Zum anderen gibt es Einsatzmöglichkeiten in der Verbraucherarbeit und Haushaltsberatung wie zum Beispiel Tätigkeiten in Verbraucherorganisationen.
Das Gesundheits- und Sozialwesen bildet den mit Abstand größten Wirtschaftszweig Deutschlands. Insbesondere die Bereiche Gesundheit und Altenpflege werden voraussichtlich auch weiter wachsen. Fragen der Finanzierbarkeit und wirtschaftliche Gesichtspunkte gewinnen hier immer mehr Bedeutung. Wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeten Absolventen mit einschlägiger Spezialisierung dürften sich auch in Zukunft sehr gute Berufsaussichten bieten.
Möglichkeiten im Studium
Der Studiengang Sozialökonomie ist mit der Vertiefungsrichtung Sozialmanagement innerhalb des Studiengangs Wirtschaftswissenschaften verwandt, jedoch nicht identisch. Studiengang und Vertiefungsrichtung stimmen im Grundstudium und in einem der beiden ökonomischen Kernfächer des Hauptstudiums überein. Im Studiengang Sozialökonomie tritt jedoch ein sozialökonomisches Vertiefungs- oder Wahlfach an die Stelle eines der beiden ökonomischen Kernfächer. Im Studiengang Sozialökonomie kann man infolgedessen das naturwissenschaftlich-technische Ausbildungsprofil zu Lasten ökonomischer Inhalte vertiefen.
Praxisnähe
Studierende der Sozialökonomie haben bei der Zulassung zur Diplomprüfung zwei dem Studienziel dienende Praktika im Umfang von jeweils zwei Monaten nachzuweisen.
Auslandsaufenthalte
Im Rahmen von Kooperationsabkommen mit ausländischen Partneruniversitäten kann ein Wahlfach im Ausland absolviert werden.!
